Chronik

Der TV 1911 Vohburg besitzt eine über 100-jährige Tradition. Es ist natürlich nicht möglich, alle Ereignisse, die in all den Jahren stattgefunden haben, und auch erwähnenswert sind, hier zu beschreiben.

Hier wird die Chronik nur mit einigen Stichpunkten wiedergegeben.

Jahre von 1863 bis 1920

Jahre von 1863 bis 1920

Vorläufer des TV war die seit 1863 bekannte "Turn.Feuerwehr" die in den Folgejahren, neben dem Brandschutz, unter Maurermeister Josef Häusler als 1.Vorstand, auch sportliche Wettkämpfe austrug. 1904 folgte mit Vorstand Kaspar Diepold der Athleten-Club, der sich ausschließlich sportlich betätigte. Dessen letzter Vorstand Konditormeister Ludwig Strasser wurde dann 1911 auch der erste Vorstand des TV 1911 Vohburg.

Anfangs pflegte man mit den Nachbarvereinen einen regen Turnbetrieb und bereits am 29./30.Juli 1911 fuhren 16 Teilnehmer aus Vohburg mit einem von Pferden gezogenen Leiterwagen zum Gauturnfest nach Mainburg.
Mitten in diese Aufbauzeit platzte der I. Weltkrieg, zu dem die meisten Sportler eingezogen wurden und 19 Mitglieder nicht mehr heimkehrten.

In der ersten Generalversammlung nach dem Krieg, nämlich an 04.Januar 1919 im Vereinslokal Ignaz Schapfl, wurde das Wiederaufleben des Vereines bekräftigt und der Grundstein für die weitere Vereinsarbeit gelegt.

1920 kreierte man das 1. Vereinsabzeichen in Schwarz-Rot-Gold, gründete eine Damenriege und führte das Theaterstück "Liesl vom Schliersee" auf.

Jahre von 1921 bis 1930

Jahre von 1921 bis 1930

Am 05. Juni 1921 feierte man das 10-jährige Bestehen und die Einweihung des "Turnplatzes" an der Griesstraße, den die Marktgemeide vom Wasenmeister Johann Bachhuber eintauschte und dem Turnverein überlassen hat.

Leider ist die Gedenktafel mit den 19 Namen der im I. Weltkrieg gefallenen Mitglieder, die bei der Platzeinweihung enthüllt worden ist, nicht mehr auffindbar.

Mit dem "Turnplatz" nahm die Leichtathletik zu. So errangen die deutlich verbesserten Athleten bei verschiedenen Turnfesten 1921 bis 1923 große Erfolge.

1922 errichteten die TV-Mitglieder in unentgeltlicher Freizeitarbeit das noch heute bestehende "Turnhäuschen" zur Unterbringung der Turn- und Sportgeräte.

Ab 1923 wird das Gasthaus "Zur Post", mit dem Inhaber Peter Thalmayr, als Vereinslokal erwähnt und im "Getreidekasten" der seit 1880 entweihten Andreaskirche das Theaterstück "Wilhelm Tell" mehrmals aufgeführt. Am 05.Januar 1924 wird Heinrich Bauer zum ersten Ehrenvorstand ernannt, weil er den Verein fünf Jahre vorbildlich geführt hat.

Ab Mitte der 20-Jahre brachte der TV wieder eine sehr starke Turnerriege hervor. Die Turner Hans Hammerschmid "Gowax" genannt, Sebastian Lindner und Lorenz Rödel bestachen durch ihre Leistungen und heimsten bei Gau-, Bezirks- und Landesturnfesten über 10 Jahre beste Plätze ein.

In dieser Zeit entwickelte sich auch eine Faustball- und Leichtathletikmannschaft, die sich bald Respekt verschaffte.

Obwohl schon geraume Zeit Fußball gespielt wurde, trat erst am 05. Oktober 1930 eine Fußballabteilung hinzu.

Jahre von 1931 bis 1953

Jahre von 1931 bis 1953


Während des 2. Weltkrieges wurden die sportlichen Aktivitäten eingestellt. Viele Mitglieder sind vermisst oder gefallen.

Doch schon im Herbst 1945 wurden die bekannten Mitglieder über ihren Verbleibt im TV befragt und am 14. November 1945 eine Generalversammlung einberufen, in der eine geschäftsführende Vorstandschaft gewählt wurde. Vorsitzender war der von der Militärregierung eingesetzte Bürgermeister Alfons Hierhammer.

Ab 1945 setzten allmählich wieder sportliche Aktivitäten ein. Die Fußballabteilung trainierte als erste und spielte in einer von Xaver Goldbrunner gegründeten Hallertauer Gruppe.

Im November 1947 entstand unter Albert Weichenrieder erstmal eine Box-Abteilung und im August 1950 unter Otto Wagner eine Abteilung Tischtennis.

Am 05./05. August 1951 beginnt man das 40-jährige Gründungsfest mit einem turnerischen Festabend im Festzelt. Anlässlich dieser Feier wurde Andreas Amberger zum Ehrenvorstand und 14 von dem 35 Gründungsmitgliedern für ihre 40-jährige Treue zum TV geehrt.

Ab 1950 trainierte Rainer Häusler und Max Roithmeier die Turnerjugend, die 1952 und 1953 Bayer. Jugendmeister und als Vertreter Bayerns bei den deutschen Meisterschaften vom 01. bis 04.April 1952 in Berlin den vierten Platz belegten.

Jahre von 1954 bis 1979

Jahre von 1954 bis 1979

Am 01. Juli 1958 wird eine neue Vereinsfahne mit einem großen Festzug geweiht.

Auch die 1956 unter Sebastian Rauscher gegründete Versehrtensport-Abteilung nahm mehrere Jahre erfolgreich an Sportfesten teil.

In der Saison 1954/55 erfüllte sich für die Fußballer unter dem Spielertrainer Sandgruber mit dem Aufstieg in die A-Kasse ein lang gehegter Traum. Doch zwei Jahre später musste man bereits wieder in den sauren Apfel des Abstieges beißen.

Die Box- und Tischtennisabteilung erwachte1956 wieder aus dem  Dornröschenschlaf. Ein Großereignis war das vom TV organisierte Gauturnfest 1960.

Peter Schneider gewann 1960 - 1962 als Jugendturner dreimal die Oberbayerische und 1961 - 1962 jeweils die Bayer. Meisterschaft. Bei der Deutschen Meisterschaft in Berlin sichere er sich bei über 100 Teilnehmern den 5. Platz und wurde Deutscher Vizemeister an den Ringen.

1964 baute Theo Öchsler eine Skiabteilung auf, die sich 1973 als Skiclub selbständig machte. 1968 organisierte Lore Müller den ersten Volksmarsch in Vohburg. Bis 1976 folgten 12 weitere. 1977 trennte sich die Abteilung vom TV.

Mit dem Neubau der Volksschule wurden die Trainingsbedingungen durch die Öffnung der Schulturnhalle deutlich besser. Es turnte, nach mehreren Jahren Stillstand, 1970 und 1971 unter Oberturnwart Hans Hammerschmid wieder eine Schüler-Riege in der Bezirksliga.

1972 nahm Xaver Goldbrunner als Kampfrichter an den Olympischen Sommerspielen in München teil.

1973 errichte der TV, unter der Leitung vom 2. Vorsitzenden Walter Schilling, aus einer von Hans Gerz gestifteten Baubaracke, des erste Vereinsheim. 1976 wurde ein Nebenzimmer angebaut und 1980/81 wurden unter Franz Sixt neue Dusch-und Umkleideräume erstellt.

Franz Sixt war es auch der 1984 veranlasste, das noch bestehende Mittelstück des Holzbaues durch einen Neubau zu ersetzten. In über 8000 Arbeitsstunden war aus der Baubarake eine sehr schöne und eine gutbesuchte Gaststätte geworden.

Die Fußballer mussten 1974, nach 18 Jahren in der B-Klasse, in die C-Klasse absteigen. 1976/77 gelang unter Spielertrainer Herbert Biermeier der Wiederaufstieg. In der Saison 1978/79 gelang dann endlich wieder der Ausstieg in die A-Klasse.

Jahre von 1980 bis heute

Jahre von 1980 bis heute

1980 feierte die Fußballabteilung ihr 50-jähriges Bestehen.

Am 12. und 13. Juli 1986 feierte der TV mit einem Festabend und einem Festzug sein 75-jähriges Gründungsfest. Fünf Jahre später wurde das 80-jährige Gründungsfest, allerdings einen kleineren Rahmen, begangen.

In der Saison 1986/87 stiegen die Fußballer wieder in die B-Klasse ab. Zwei Jahre später sogar in die C-Klasse. In der Spielzeit 1990/91 gelang der Wiederaufstieg in die B-Klasse, doch 1998/99 musste der Weg wieder in die C-Klasse angetreten werden.

Nach langen Jahren der des Grunderwerbes und der Planung, wurde in einer Sportwoche vom 24. mit 31.Juli 1999, das neue Stadion an der Jahnstraße seiner Bestimmung übergeben. Wochen vorher war das alte Sportgelände an der Griesstraße durch Hochwasserschäden unbrauchbar geworden.

Am 26./27. Mai 2001 wurde anlässlich des 90-jährigen Bestehens, mit einem Festakt; eine neue Vereinsfahne eingeweiht.

Nachdem die I. Mannschaft der Fußballer in der Saison 2006/07 noch in der Relegation knapp am Aufstieg gescheitert sind, gelang der Aufstieg in die Kreisklasse in der Saison 2007/08 unter dem Spielertrainer Gerry Schmid mit einer grandiosen Serie. So blieb man die gesamte Punktspielsaison ohne Niederlage (nur ein Unentschieden).

Einen schweren Schlag musste die Fußballabteilung am 09. September 2008 hinnehmen. 1. Abteilungsleiter Ulrich Tilgner verunglückte auf der Rückfahrt von einem C-Jugend Freundschaftspiel mit dem PKW tödlich. Er hinterließ eine riesengroße Lücke im TV 1911 Vohburg.

Bei den Neuwahlen 2009 wurde die komplette Vorstandschaft der vergangenen drei Jahre wiedergewählt.